Münzfernsprecher


Ortsmünzfernsprecher 33 - OMü - Deutsche Reichspost - Baujahr ab 1933 - E.Zwietusch & Co.; Berlin

Für die deutsche Reichspost produzierte Zwietusch & Co. unter Beteiligung der C. Lorenz AG Münzfernsprecher nach deren Vorgaben. Diese Hersteller verwendeten Münzwippen für den Kassiervorgang bzw. die Geldrückgabe. Beim Abnehmen des Hörers aus dem Haken kippt die Münzwippe für den Geldempfang in Mittellage und es kann gewählt werden. Das Mikrofon wird allerdings erst dann mit Strom versorgt, wenn der Zahlknopf gedrückt wurde und die Münze in die Münzkassette gefallen ist. Die Zahlung wird somit erzwungen.


Münzfernsprecher Ti.Mü 33a.TT11 - Tischapparat - Baujahr 1953 - E. Zwietusch + Co.; Berlin

Der Tisch-Münzfernsprecher 33 (Ti Mü 33) ist ein deutscher Telefonapparat, der Münzeinwurf besitzt. Die Zahl 33 kennzeichnet das Konstruktionsjahr 1933.
Der Tischfernsprecher W 28 der Deutschen Reichspost wurde hauptsächlich in Gaststätten, Hotels, Pensionen und Vereinsheimen eingesetzt. Die Aufsicht und Leerung der Geldkassette lag nicht bei der Reichspost, sondern beim Anschlussteilnehmer, der das eingeworfene Geld behielt und so seine Telefonrechnung beglich.
In den 1950er Jahren wurden die bestehenden Apparate auf 2 x 10 Pf umgerüstet.


Münzfernsprecher 55b - Tischapparat - Deutsche Bundespost - Baujahr 1969 - Fa. Hagenuk, Kiel

Der historische Teilnehmer-Münzfernsprecher 55b (Ti Mü 55b) ist ein Beispiel für ein Tischmodell. Dieser befand sich überwiegend in Gaststätten, Hotels und ähnlichen Einrichtungen, und wurde umgangssprachlich auch als „Groschengrab“ bezeichnet. Nachfolger war das sogenannte "Clubtelefon".


Münzfernsprecher 76 - TE 501M - Phonotaxe - Österreich - 1982 - Sodeco; Genf

Der österreichische Münzfernsprecher, hauptsächlich in Telefonzellen anzutreffen, aber auch in öffentlichen und privaten Einrichtungen, wie beispielsweise Krankenhäuser, Hotels oder Behörden.